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Klavier Hersteller Förster

Die Firma Förster wurde von Friedrich August Förster im April 1859 in Löbau gegründet, nachdem er als Instrumentenbauer in einigen Städten Erfahrung sammeln durfte. In Löbau baute er sein erstes Klavier in seiner kleinen Werkstatt. Bereits im Jahr 1862 konnte er seine Fabrikation in einer neu errichteten Fabrik am Rande der Stadt erweitern. Nach seinem Tod übernahm der Sohn Cäsar das Bauen von erstklassigen Klavieren. Im Jahr 1900 konnte er bereits ein Zweitwerk in Georgswalde errichten. Dieser Zweitbetrieb wurde im Jahr 1945 von der damaligen tschechischen Regierung enteignet. Auch heute noch werden dort Klaviere unter dem Namen Förster hergestellt, die jedoch nichts mit der eigentlichen Qualität gemein haben.

Nach dem viel zu frühen Tod des Cäsar Förster wurde die Firma von seinen beiden Söhnen Gerhard und Manfred übernommen. Durch den Tod von Gerhard Förster, der seinen Bruder Manfred nur wenige Jahre überlebte, wurde Wolfgang Förster, der Sohn von Manfred Förster, zum neuen Inhaber. Jedoch war die Erbschaftssteuer so hoch, das der Staat Anteile erwarb und die Firma Förster zu dem volkseigenen Betrieb VEB Flügel- und Pianobau Löbau umbenannte. Durch den großen Erfolg und die hohen Exportzahlen konnte im Jahr 1976 der Name Förster wieder mit in den Namen aufgenommen werden. Ab da war VEB Förster Pianos Löbau ein Begriff für jeden Klavierliebhaber. Im Jahr 1991 ging die traditionsreiche Firma wieder in Privatbesitz der Familie Förster über und erfreut seitdem in aller Welt mit seinen hochwertigen und begehrten Pianos reger Nachfrage. Der Klavierbauer Wolfgang Förster leitet mit seiner Tochter Annekatrin das Unternehmen und baut in kompletter Handarbeit jährlich ca. 110 Flügel und 150 Pianos. Nur hochwertige Materialien kommen zum Einsatz, jeder einzelne Schritt zeugt von dem Können und der Liebe beim Bau. Gerne kann vor Ort die Herstellung von Interessierten beobachtet werden, die erstaunt feststellen können, das mehr als 12.000 Einzelteile bis zur Fertigstellung nötig sind, um die hervorragende Qualität zu erreichen.


Kommentare

Aeschbach Yvonne 21. Oktober 2011 um 21:34

Sehr geehrte Damen und Herren,
Im Gespräch mit meinem Klavierstimmer haben wir uns heute gefragt, ob die Firma wohl immer noch existiere! Ich habe im Jahr 1960 von meinem Vater ein wunderschönes Förster Klavier das zudem noch ein sehr dekoratives Möbel aus Nussbaumholz mit Chippendale Füssen ist, geschenkt bekommen. Es wurde durch die Ramspeck in Zürich vertrieben. Noch heute, nach meinem Umzug nach München, spiele immer noch mit grosser Begeisterung darauf und habe seither nie wieder ein so schönes Klavier gesehen das ein wahres Schmuckstück im Wohnzimmer ist! Ich habe mir einen Dämpfer einbauen lassen, um beim Üben die Nachbarn im Mehrfamilienhaus nicht zu stören, was einige Probleme bereitet hat, jetzt aber in Ordnung ist.
Ich freue mich sehr, dass Ihre Firma mit Ihren engagierten Mitarbeitern weiterhin so wertvolle Instrumente herstellt!
Mit freundlichen Grüssen, Yvonne Aeschbach, München


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